HomeÜber unsProdukteRacing TeamShopKonfiguratorServiceDownload
Optimist SegelnOptimist Kinder-Segeln

EM 2007

Bericht EM 2007

 

Anreise

 

Am Dienstag Abend um neun gings bei mir los. Ich war schon ein bisschen nervös. Mein Papa und ich mussten jedoch erst einmal eine 6 stündige Zugfahrt hinter uns bringen. Als die geschafft war sahen wir dass der Busshuttle und die Magnetbahn noch nicht fuhren. Also liefen wir vom Flughafenbahnhof bis zum Terminal. Es stellte sich heraus dass es ein ganz schönes Stück bis zum Terminal ist. Dann, nach einem halbstündigen, Fußmarsch frei nach dem Motto “Sport am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen“, kamen wir dann endlich an.
Alle warteten schon. Nach dem Einchecken und einer kurzen Besprechung zog es uns, Tilli, Hannes und mich zum McDonald’s wo wir erstmal Frühstückten. Danach gings durch die Sicherheitskontrolle die alle gut überstanden. Nachdem wir dann noch mal eine halbe Stunde warteten konnten wir, endlich, in den Flieger. Am Flughafen von Athen wurden wir dann von Sabine und Lutz erwartet. Wir holten unseren gemieteten Bus mit dem wir dann zum Club fuhren. Kurzes Reviererkunden mit anschließendem Essen und in praller Sonne Boote abladen. Im Hotel angekommen gingen dann alle relativ zeitig ins Bett.

 

Trainingstage

 

Die Trainingstage waren alle relativ ähnlich. Jeden Morgen gegen neun aufstehen, halb Zehn Frühstück und um ca. halb Elf abfahrt. (mal früher und mal später ;-) ).
Am Club Boote aufbauen, die geklauten Bändsel ersetzen uind dann eine kurze Vorbesprechung Danach hieß es ab aufs Wasser. An allen Trainingstagen waren ca. 3-4 bft.

 

Regatta

 

Am ersten Morgen war die Stimmung sehr gespannt. Es wurde nicht viel gesprochen. Jeder war sehr nervös. Am Club checkte noch mal jeder sein Segel und sein Boot bis ins kleinste Detail, danach ging es darum den besten Trimm für den heutigen Tag zu finden.
Dann noch die Farbbändsel ans Segel machen und nun nach einer, heute längeren Besprechung raus aufs Wasser. Heute herrschten 4 Windstärken. Es wurden 3 Wettfahrten gesegelt. Es lief nicht richtig gut, ich kam irgendwie nicht mit den Starts zurecht! Nachdem wir wieder an land waren und die Boote abgebaut hatten, fuhren wir zurück ins Hotel.

 

Am zweiten Tag herrschten stärkere Winde. 20-25 knoten ließen vor allem mich mit meinen 37 kg kämpfen. Jedoch lief es heute bei mir, von den deutschen Jungs, am besten. Eine mittelprächtige Platzierung und ein 15 waren dann halbwegs ok. Nach dem Segeln gingen wir dann alle in den Pool der Eltern, da unser Hotel kein Pool besaß. Danach wieder ins Hotel, kurz was essen, dann noch schnell die “Drogen“ (Frubiase) von Sabine und schon gings wieder ab ins Bett.

 

Heute waren wieder sehr ähnliche Bedingungen wie am Vortag. 20- 30 Knoten. Der erste Start verlief nicht so gut, konnte mich aber noch auf die ersten 30 an der ersten Tonne retten. Halbwind holte ich 5 Vorwind weitere 5, sodass ich auf Platz 20 das Gate rundete. Leider entschied ich mich für die falsche Seite. Ein 20° Dreher gegen mich und ich verlor wieder 20 Plätze. Naja, so schnell kanns gehen.
Im zweiten Rennen erwischte ich einen super Start mit dem ich dann die erste Tonne auch auf Platz 15 rundete. Auf Halbwind flog ich nur so an 5 weiteren Booten vorbei und auf Vorwind passte ich einmal nicht auf eine 30 Knoten Bö auf und lief voll.

 

Meine Platzierungen heute waren dementsprechend nicht wirklich gut!
Nach dem Segeln stand eine Barbecue- Party auf dem Programm. Ich freundete mich mit Schweinefleischessenden Türken an und hatte wirklich viel Spaß. Leider mussten wir die Party frühzeitig verlassen da der Rest des Teams keine Lust mehr hatte.

 

Am 4ten Regattatag hatten wir schon ein schlechtes Gefühl als wir das fliegende Wasser auf der Hinfahrt sahen. Unsere Befürchtungen bestätigten sich und es hieß erst einmal warten auf weniger Wind. Wir warteten 2 Stunden bis die Wettfahrtleitung endgültig abbrach.
Schnell bauten wir unsere Boote ab und fuhren zum Pool. Dort entwickelten wir neue Spiele im Wasser.
An diesem Abend gingen wir alle wieder sehr früh ins Bett damit wir für den morgigen Tag fit sein würden.

 

Bei der Anfahrt am 5ten Tag zeigte sich und das gleiche Bild wie gestern. Auch im Hafen hieß es dann erst einmal warten. Doch auch dieser Tag wurde, nach langem warten, endgültig abgebrochen und wir fuhren wieder an den Pool der Eltern.
Auch heute erfanden wir wieder neue spiele um uns die Zeit zu vertreiben.
Im Hotel angekommen, aßen wir noch ein letztes Mal das gewöhnungsbedürftige Hotelessen bevor wir, wieder mit unseren Drogen versorgt, ins Bett gingen.

 

Der letzte Regattatag war gekommen und Heute war früh aufstehen angesagt, denn die Wettfahrtleitung beschloss den Start Heute schon um 10.00, da der Wind morgens immer etwas weniger war. Am Hafen herrschte die übliche Prozedur, Boot aufbauen, alles kontrollieren, Glücksschwein küssen und Heuteen, endlich mal wieder raus aufs Wasser.
Der Wind war ok. 20-30 Knoten. Ich startete richtig gut, rundete die Tonne als 20. Holte auf dem Halb- und auf dem Vorwind auf, rundete das Gate als 15te und war im ziel als 16. Ein tolles Abschlussergebnis. An Land entsalzten wir unsere Boote und packten den Hänger.
Danach gings ins Hotel damit wir uns für die Abschlussfeier fertig machen konnten.

 

Abschlussfeier

 

An der Siegerehrung wurden die letzten T-Shirts getauscht, die letzten Segel wurden unterschrieben.
Die Siegerehrung ansich, war, wie fast alles, sehr schlecht organisiert. Segler wurden auf die Bühne geholt und wieder runtergeschickt, Preise wieder aberkannt.
Das einzig Gute war das Feuerwerk am Schluss.
Wieder im Hotel angelangt scheiterten wir bei dem Versuch  eine Party zu organisieren.
Die Spanier brachten Stimmung ins Hotel in dem sie jeden den sie kannten, also auch mich, mit Rasierschaum und Joghurt vollmachten. An diesem Abend duschte ich schätzungsweise 5mal. Das restliche Deutsche Team verzog sich bei den Mädchen aufs Zimmer. Nachdem der Vorrat an Joghurt und Rasierschaum erschöpft war, spielte ich erst mit den Dänen und dann mit den Spaniern bis 5 Uhr Karten.

 

Fazit

 

Die EM war für mich eine tolle neue Erfahrung bei dem ich viele neue Leute kennen gelernt habe. Mit dem Ergebnis war ich nicht so zufrieden aber bester Deutscher mit 37 kg zu sein ist doch auch schon mal was. Ich will mich hiermit auch noch bei allen bedanken die mir das alles ermöglicht haben. Besonders meine Familie, Far- East und meinen Trainern.

 

Max Stein



News & Aktuell

Keine News in dieser Ansicht.

 Kontakt  Impressum